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Pure Steel Metal With A Meaning
The Waymaker - Waymaker

Ein neues, sehr viel versprechendes Projekt in Sachen Melodic Metal haben Christian Liljegren und Jani Stefanovic hier an den Start gebracht. Die Zusammenarbeit der charismatischen Stimme von NARNIA mit dem Gitarristen von MISERATION kennt man bereits von DIVINEFIRE. Hier wird diese Kollaboration noch mit Janis Frau Katja angereichert, wobei man sich die Lead-Vocals teilt und somit eine sehr abwechslungsreiche Produktion mit drei verschiedenen Stimmen serviert bekommt. Der Hauptanteil des Gesanges bleibt jedoch erwartungsgemäß bei Christian.

Das Ganze klingt dann wie eine Mischung aus GOLDEN RESURRECTION (ebenfalls ein Projekt von Christian) und DIVINEFIRE, wobei THE WAYMAKER komplett auf Growls verzichten. Alles kommt hochgradig eingängig daher und trotzdem bewegt man sich auf technisch sehr anspruchsvoll hohem Niveau. Neben der starken Gesangsleistungen sticht auch die geniale Gitarrenarbeit hervor. Dazu kommt eine moderne und glasklare Produktion, die keine Wünsche offen lässt, wofür sich Thomas Plec Johansson (Gathering of Kings, Soilwork, Nocturnal Rites, Divinefire)in Zusammenarbeit mit Jani Stefanovic verantwortlich zeigen.

Mit Hymnen wie "Marching On" oder "The Waymaker" zeigt man, dass man sich vor niemandem verstecken muss und auch in der säkularen Szene für Aufsehen sorgen sollte. Ein weiteres Highlight findet man in Form der Coverversion von STRYPERs "Soldiers Under Command", die perfekt an den eigenen Sound angepasst wurde, aber trotzdem die ursprüngliche Wirkung nicht verfälscht. Dass man auch ruhiger und langsamer kann, beweist man mit "The Rain Of Your Love", wobei hier der Hauptanteil der Vocals von Katja übernommen werden. Getragen und melancholisch mündet der Song dann in einem kraftvollen Refrain. Leider ist nach der letzten Nummer "The New Generation" mit insgesamt acht Tracks, bei einer Spielzeit von rund 35 Minuten, auch schon wieder Schluss.

Zu den Lyrics muss man wohl nicht viel sagen, diese sind so klar und offensichtlich in ihrer Aussage, dass bereits Titel wie "The Name Above All Names" für sich sprechen, auch dies kennt man von Christian Liljegren. Einfach Wahnsinn, wie es ihm immer wieder gelingt, solche Alben rauszuhauen. Interessant könnte allerdings eine Live-Umsetzung werden, da schon recht viel soundtechnischer Bombast mit an Bord ist. Wer sich vorab ein Bild machen möchte, kann das online tun, denn sowohl von "The Waymaker" als auch von "Soldiers Under Command" sind bereits Videos verfügbar. Lasst uns alle in den Lobgesang einstimmen und kauft dieses Feuerwerk melodischen Metals.

IG

Perpetual Paranoia - Between The Altar And The Cross

Was kann man von einer Band erwarten, wenn der  Gitarrist dieser Band ein halbes Jahr nach dem Release des Albums eine Reihe MP3-Dateien schickt? Wenn man einen straighten Sound erwartet, eine klare Linie, jemand der weiß, was er tut... Dann liegt man hier falsch
Das zweite Album von Perpetual Paranoia wirkt, als würde die Band ihre Lieblingsmusiker in einen Mixer packen, alles gut durch rühren und hoffen, dass etwas Gutes dabei herauskommt. Der Stil und Sound wechselt mehrmals während den Songs, es ist schwer einen roten Faden zu finden, geschweige denn einen konkreten Stil. Dabei verhält es sich nicht wie in gewissen progressiven Richtungen, wo einfach mal der Rhythmus und das Tempo wechseln, hier kommen wir von hämmernd rhythmischem amerikanischem Thrash Metal zu Anlehnungen an Speed oder Power Metal mit pseudo-psychedelischen Zwischenspielen. Dazu mit erschreckender Regelmäßigkeit relativ uninspirierte Gitarrensoli. Dann wieder Elemente aus dem Metalcore... Alles in allem ein großes Wirrwarr, das auch die von diversen Bibelpassagen inspirierten Texte nicht retten. Wenn man d'rauf steht, kann so ein Album durchaus Spaß machen, persönlich werde ich kein Fan der Band werden.

LB

Three Days in Hell - A Bloody Retelling

"A Bloody Retelling" ist das Debütalbum von Three Days In Hell, mit Samuel Reeves am Mikrofon sowie Chris Besonen als Gitarrist und Knüppler.

Wie von The Bearded Dragon Productions erwartet, handelt es sich um ein rohes Werk mit der Soundqualität eines Demo-Tapes, wobei die Musik verständlich klingt. Gleiches kann man über den Gesang allerdings nicht gerade behaupten. Obwohl die Vocals im Mix sehr präsent klingen, sind die Texte nicht zu verstehen, was schade ist, denn dabei soll es - der Band zufolge - um Geschichten aus dem Alten Testament gehen. Wer sich für das Gesungene näher interessiert, findet die lyrischen Ergüsse immerhin auf der Facebook-Seite der Band.

Musikalisch betrachtet sind einige gute, wenn auch chaotische Riffs dabei, wie zum Beispiel in "A Midnight Parable", "Brimstone" (stilistisch eher Hardrock), "Crushed Beneath Debris" (geht voll auf die Zwölf), "The Lion's Jaw" und "Rain Down Fire" (speedy).

Auch dieses Album ist wieder ein Beispiel an guten Ideen, die vernünftig abgemischt vom Sound her sicher besser rüberkommen würden. Wie bereits gewohnt, ist dieses Album nur Fans von puristischem und unverständlichem Sound zu empfehlen.

HC/KB

Norma Jean - All Hail

Metalcore ist in der Szene ein sehr beliebter Stil. Viele Fans des klassischen Metal können damit wenig anfangen, aber zum Glück gibt es Bands wie Norma Jean, die die Skeptiker überzeugen können.

Das neue Album "All Hail" bringt in nur 45 Minuten genau das, was man von einem Metal-Album erwartet: machtvollen Sound, gute Riffs und Abwechslung pur.

Die Scheibe beginnt mit dem kurzen Opener "Orphan Twin", der den Hörer gleich mit tiefgestimmten Gitarren zum Headbangen treibt. Besonders hervorzuheben sind die Single "[Mind Over Mind]" sowie der groovige Song "Trace Levels of Dystopia", das abwechslungsreichere "Careen" und das akustisch instrumentale Stück "The Mirror and the Second Veil".

Sänger Cory Brandan kann nicht nur kraftvoll schreien, sondern auch melodisch clean singen, ohne dass der Kontrast so extrem wird, wie bei den üblichen Bands des Genres.

Ein sehr empfehlenswertes Album sowohl für Fans dieser Musikrichtung als auch für jene die es noch werden wollen.

HC/KB

Goatscorge - Marching Against The Evil One

Ein-Mann-Projekte im Bereich Black Metal und ähnliches scheinen derzeit "in" zu sein!? Das Label The Bearded Dragon Productions bringt wieder so eins. Es handelt sich diesmal um Goatscorge - ein relativ neues Projekt vom Musiker "Nocturnal Servant".

Wie bei anderen ähnlichen Projekten liegt hier der Akzent nicht bei der Musikalität oder bei der Produktion. Die 11 Songs, die sehr ähnlich klingen, sind von einer sehr niedrigen Tonqualität geprägt, so dass das Hören keinen Spaß macht. Die Instrumente sind kaum auseinander zu halten und der Gesang ist zu sehr unter den programmierten Drums versteckt, so dass man unbedingt die Texte bei Bandcamp lesen sollte, um etwas verstehen zu können.

Aus meiner Sicht ist das Album nur für Hardcore-Fans dieser Musikrichtung zu empfehlen.

HC

Signum Regis - The Seal Of A New World

Nach fünf Alben und zwei EPs kehrt die slowakische Power-Metal Band Signum Regis mit "The Seal of a New World" zurück. Mit ihrem neuen Sänger Jota Fortinho und dank einer gut gelungenen Produktion klingt die Band solide und energisch. Die zwölf Songs beinhalten alle klassischen Elemente des Power Metal, vor allem wenn es um Refrains mit glorreichem Gesang geht. Signum Regis halten einige Überraschungen parat durch Tempowechsel und Einflüsse von progressivem Rock, auch wenn kein Song länger als 6 Minuten dauert. Der Sound ermöglicht, dass alle Instrumente, sowie der Gesang, ausbalanciert klingen.

Die Gitarre von Flip Koluš kommt kraftvoll und melodisch vor allem bei Titeln wie "I Always Go All-In", "The Seal of a New World" und dem finalen Song "Scheme of Lies".

Alles in allem ein Album, das Power Metal Fans der ganzen Welt sicherlich mehr als nur vergnügen wird.

HC

Ein ausgesprochen gutes und somit sehr empfehlenswertes Album, vor allem wenn man bedenkt dass SR gerade erst einen neuen Sänger an Bord geholt haben! Ich habe nicht erwartet dass Jotas Stimme dermaßen gut zum Sound von SR passt, aber überzeugt Euch doch einfach selbst.

KB

White Fog - Temple Of Sorrow

Das Black Metal Projekt White Fog besteht erst seit Anfang 2019 und steht bereits beim Label The Bearded Dragon Productions unter Vertrag. Auf ihr eigenproduziertes Demo "Vampyric Sacrament" (März 2019) folgte im August bereits das Debütalbum "Temple of Sorrow". Das Projekt wird als "Haunted Black Metal" beschrieben.

Der allgemeine Stil des Albums ist etwas atmosphärisch geprägt, unter anderem bei Titeln wie "Into The Vampyric Forest" und "Ravenous Creature In The Fog". Der Gesang klingt eher hoch und narrativ, also nicht gerade klassisches Black Metal-Screaming.

Es gibt keine Gitarrensoli (ist ja auch kein Muss), dafür aber viel zu viele dissonante Akkorde. Die bereits erwähnte Dissonanz wird durch die sehr niedrige Tonqualität und die chaotischen Drums (die Becken sind kaum hörbar) so sehr betont, dass man nur schwer zuhören kann.

Gerade bei Black Metal kann man viel über künstlerische Entscheidungen diskutieren, jedoch kann dieser Stil auch wesentlich professioneller klingen! Jede Musikrichtung und jedes Genre haben allerdings ihre eigenen Fans, so dass dieses Album durchaus den einen oder anderen Anhänger des "Raw-Sound" ansprechen könnte.

Das Projekt des Musikers "Phantom", jetzt auch in Begleitung von Schlagzeugerin "Queen of Shadows", scheint meines Erachtens nach noch nicht reif genug für ein Album und einen Plattenvertrag zu sein. Eine bessere Produktion würde White Fog helfen, ihre durchaus guten Ideen besser rüberzubringen.

HC

Leah - Ancient Winter

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne veröffentlicht die kanadische Sängerin Leah mit "Ancient Winter", ihr mittlerweile 5. Album. Obwohl ihre Musikrichtung normalerweise Symphonic Celtic Metal ist, befinden sich auf "Ancient Winter" keinerlei derartige Elemente. Wenn sich der Hörer jedoch auf das Album einlässt, entdeckt er acht Songs epischer Natur.

Die klassischen Instrumente und Keyboards, zusammen mit Leahs zarter Stimme, kreieren eine Atmosphäre der Reflexion, die das ganze Album prägt. Titel wie "Upon Your Destiny", "Redemption" oder "Puer Natus" (auf Lateinisch gesungen) überzeugen dank ihrer starken Refrains. Einen Höhepunkt bildet Leahs Version des traditionellen französischen Songs "Noël Nouvelet" (Neues Weihnachten).

Das Album ist sowohl für Fans keltischer Klänge als auch symphonischer Rockmusik ein absolutes Muss!

HC

Anspieltipp vom OberMetalzinalrat ist der Opener "The whole world summons".

Lucifer Impaled - Blood. War. Supremacy.

"Blood. War. Supremacy." ist die erste Veröffentlichung des Ein-Mann-Projekts Lucifer Impaled, welches durch The Bearded Dragon Productions veröffentlicht wurde.

"Goat Desecreator", der Typ hinter dem Projekt, beschreibt den Sound der EP als "Anti luciferic war metal".

Die fünf Tracks der EP, einer davon ein kurzes Toneffekt-Intro, erinnern mit ihrem Demo-Tape mäßigen Sound an die ursprünglichen Klänge des frühen Death-Black Metal. Dementsprechend rauh klingt die EP, dumpf und oft auch unverständlich. Die Songs sind sehr aggressiv, aber der übermäßige Gebrauch an Echoeffekten über dem Gesang sowie macht diese EP extrem eintönig.

Alles in allem handelt es sich hier um gutes Engagement, eben nur etwas für Fans dieser bestimmten Musikrichtung, aber nicht unbedingt für den klassischen Metal-Fan.

HC/KB

Diviner - Realms Of Time

Knapp vier Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Fallen Empires" legen Diviner mit dem lang erwarteten Nachfolger "Realms of Time" nach. Das Ergebnis besteht aus zehn kraftvollen Songs, die sicherlich den Geschmack alter und neuer Fans treffen werden.

Das Album startet mit "Against the Grain", dessen Auftakt-Riff die Aufmerksamkeit sofort auf sich zieht. Mit den daruauf folgenden zwei Tracks "Heaven Falls" und "Set Me Free" nimmt die Scheibe langsam mehr Fahrt auf, bevor die nächsten Songs "The Earth, The Moon, The Sun" und "Cast Down In Fire" einen weiteren Tempowechsel, in Richtung klassischer Heavy Metal und sehr melodischen Refrains verzeichnen. Dann folgen "Beyond The Border", "King of Masquerade", "Time" und "The Voice From Within", die mit abwechslungsreichen Tempi und kraftvollen drum works überzeugen. Die Attacke endet mit der Power-Ballade "Stargate", die dem Zuhörer ein Gefühl der Auslösung vermittelt.

Dem sehr kompakten Sound der Band ist zu entnehmen, dass sie sich viel Zeit genommen haben, um alles richtig zu kreieren. Die Riffs, die Soli und die Rhythmus-Abteilung haben sich seit dem bereits exzellenten Debütalbum nochmals weiterentwickelt.

Auch wenn Yiannis Papanikolau dem großen Ronnie James Dio sehr ähnlich klingt, entwickelt er doch seine eigenen Nuancen. Bestimmt wird er sich so eines Tages zu einem einzigartigen Sänger der weltweiten Metal-Szene entwickeln. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Album für alle Fans des klassischen und Power Metal.

HC

Armor Of God - Warrior Of Light

"Warrior of Light" ist die zweite Veröffentlichung der US-amerikanischen Band "Armor of God" nach ihrem ersten Album "Dark Face of Greed" aus dem Jahr 2015. Diese EP beinhaltet sechs Songs (insgesamt 29 Minuten), welche die unterschiedlichen Sounds der Band widerspiegeln. Der Musikstil wird von zwei Hauptsängerinnen mit männlicher Unterstützung, sowie von melodischen Heavy-Gitarren und einer stampfenden Rhythmusbasis geprägt.

Der erste Song, "Warrior of Light" mit seinem melodischen, eingängigen Stil und der soliden Arbeit aller Bandmitglieder zeigt sofort wohin es bei dieser Band geht,. Weiter geht es mit etwas düsterer Stimmung bei "In The Night", wo der männliche Gesang (inklusive Growlings) etwas präsenter ist. "The Crusader" und "Joan of Arc" gehen in derselben Richtung weiter, durch welche das Trio hinterm Mikro sowie die aufblitzenden Gitarrensoli die Lieder gut transportieren.

Besondere Erwähnung finden die letzten zwei Songs: "Hazme un instrumento de tu paz" (Mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens) und "Pescador de hombres" (Menschenfischer). Diese beiden Lieder werden in der Muttersprache (Spanisch) der Bandmitglieder gesungen. Der eine Song ist eine Version des Friedensgebetes, das Franz von Assisi zugeschrieben wird, und welches als eines der vielleicht schönsten Gebete aller Zeiten zählen.

Beim zweiten handelt es sich um einen populären Song im Bereich" katholischer, spanischsprachiger Gottesdienst". Diese beiden Tracks klingen eher wie Kirchengesang mit Begleitung von E-Gitarren, was eine Abwechslung vom üblichen musikalischen Stil der Band darstellt.

Dieses insgesamt solide Werk der Band wird leider vom Sound der Aufnahme überschattet. Die gesamte EP klingt eher wie ein Demo, das live während einer Bandprobe aufgenommen und hinterher nicht gemastert wurde.

Alles in allem handelt es sich dennoch um die gute Leistung einer jungen Band, die gerade dabei ist ihren Weg in der Metalszene zu festigen.

HC

Vision Of God - The Thrashing Singles

"The Thrashing Singles" enthält 13 Tracks, die von vier südamerikanischen Bands sowie einer osteuropäischen aufgenommen wurden. Die Erstgenannten kredenzen ihrer Hörerschaft gesunde Portionen weitgehend unverfälschten Thrash Metals - I.N.R.I. bringen jedoch auch einige mit einem Schuss Black Metal-Gekrächze sowie Hardcore Punk-Geschredder verwobene Midtempo-Death Metal-Riffs zu Gehör; Angel 7 wiederum haben vier Melodic Death Metal-Lieder, vermischt mit Thrash Metal und verfeinert durch einfach gehaltene Single-Note Riffs sowie einem Hauch Folk/Female Vocals, abgeliefert.

Kurz gesagt: Keinerlei Pausenfüller - insbesondere Hating Evils "Rotten Inside" geht als echt ordentlich gemachter Slayer-Klon durch).

Alles in allem ist es auf jeden Fall vollkommen in Ordnung, sich diesen Sampler reinzuziehen.

Come To Pass - Amongst Plagues

Gegründet von den Brüdern Colan, Zach und Nick Wiser aus Virginia verblieb wegen unterschiedlichen kreativen Vorstellungen gerade noch Letztgenannter in der Band und konnte einen Plattendeal bei The Bearded Dragon Productions ergattern, die dessen Debüt-EP am 03.05.2019 veröffentlichten.

"Brutal Biblical Slam" nennt Ideengeber Nick Wiser seinen Stil: "Der textliche Inhalt dieser EP soll in erster Linie das Wort in einer immer mehr zerfallenden Welt hochhalten."

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Obwohl die EP von Come to Pass zwar nicht grottenschlecht ist, kommen die Songs dennoch nicht einmal ansatzweise in die Nähe einer Beschreibung à la technisch ausgeklügelt und anspruchsvoll. Ein Track klingt an manchen Stellen wie jemandes allererste Unterrichtsstunde in Sachen Death Metal-Gitarre, ein anderer offeriert eine nicht ganz so simple Version der eben angesprochenen Übungsstunde. Die verbleibenden Lieder erweisen sich maximal als mittelprächtig.

Wohl kaum ein zweites Reinhören wert, vielleicht nicht einmal ein erstes.

KB, DD

Implement - Bleeding Alone

17 Jahre, ein Demo sowie mehrere Videos nach ihrer Gründung anno 2002 hat die brasilianische Band "Implement" nunmehr endlich ihr Erstlingsalbum veröffentlicht: Death Metal der alten Schule, welcher von "groovig" bis "volle Kanne" reicht und mit zunftgemäßem Grunzen und Knurren sowie quiekenden Elektroklampfen gewürzt ist. Obgleich "Bleeding Alone" wohl kaum in den Olymp legendärer Death Metal-Alben eingehen wird, handelt es sich um ein anständig gemachtes Werk, welches es wert ist, Gehör zu finden.

DD

Hilastherion - Psalm 59

Hilastherion ist eine finnische Band, die seit ihrer Gründung eine Single (2003) und zwei Alben (2007/2014) veröffentlicht hat. Am 19. April 2019 kam ihre neuestes Werk, eine auf Rottweiler Records publizierte EP, auf den Markt.

"Psalm 59" setzt sich aus drei Liedern, welche die Aufmerksamkeit des Hörers die gesamte Spielzeit von fast 18 Minuten hindurch fesseln, zusammen. Es findet sich darauf eine gehaltvolle Mischung aus balladeskem Symphonic/Folk Metal, Doom Metal, Melodic Power Metal, sowie traditionellem Power Metal. Alles in allem handelt es sich um äußerst melodische, kraftvolle Qualitätsarbeit.

DD

The Bearded Dragon Productions - Sampler

Die musikalische Bandbreite dieser Zusammenstellung inkludiert Goregrind, (Old-school) Death Metal sowie Black Metal.

1) Brainkrusher liefert eine zwei Minuten umfassende brutale Schlagzeug-Breitseite, todesmetallisch dröhnender Gitarren, gepaart mit, äh *räusper* "Gesang", welcher kaum noch unmenschlicher klingen (und m. E. nervtötender sein) könnte, ab: Mehr Goregrind geht wohl nicht. Ob man dergleichen sympathisch findet, ist jedoch eine andere Frage.

2) Obwohl die Lieder der Band "Come To Pass" zwar nicht grottenschlecht sind, kommen diese dennoch nicht einmal ansatzweise in die Nähe einer Beschreibung à la "technisch ausgeklügelt und anspruchsvoll". Wohl kaum ein zweites Reinhören wert; vielleicht nicht einmal ein erstes. Ein Track klingt an manchen Stellen wie jemandes allererste Unterrichtsstunde in Sachen "Death Metal-Gitarre"; ein anderer offeriert eine nicht-ganz-so-simple Version der eben angesprochenen "Übungsstunde". Die verbleibenden Lieder erweisen sich als allenfalls mittelprächtig.

3) Die kanadische Ein-Mann-Truppe "Exalted Saviour" kommt mit dem interessantesten, ohrfreundlichsten Beitrag daher: Fröhlich beschwingter episch-melodischer Black Metal, gewürzt mit Orgelklängen und doomy-sludgy Melodic Black Metal ergeben recht ansprechend komponierten Chill-out Black Metal.

4) "Mystic Winter", Indiana/USA, warten mit einer Mischung aus krawalligem Black Metal, Symphonic/Ambient Music sowie Heavy/Death/Black Metal-Riffs auf. Auch wenn das Dargebotene keine Begeisterungsstürme auslösen sollte, so ist es immerhin anhörbar. Vorausgesetzt, man mag krawalligen Black Metal.

5) Und schließlich "Proven Existence" aus Arkansas: Ganz ordentlicher, jedoch nicht allzu ausgefallener Nullachtfünfzehn-Black Metal traditionellen Typs. Der Klang des Schlagzeug hätte m. E. etwas wahrnehmbarer ausfallen können.

DD

Ancient Prophecy - Testimony

Ancient Prophecy gründeten sich bereits 1996 und brachten 3 Jahre später ihr nicht besonders hoch bewertetes Debüt Demo heraus. Nach einer neunjährigen Pause, wohl auch auf Grund einiger Neubesetzungenn im Line up, speziell hinter dem Mikrofon ging es teilweise ziemlich hoch her, veröffentlichte man ein weiteres Demo, dessen 3 songs 7 Jahre später allesamt auf dem endlich erschienenen Debüt Album Einzug hielten. Diese Scheibe war recht solide, mehr aber auch nicht, da das darauf enthaltene Liedgut noch für die alte Sängerin komponiert wurde, allerdings (durch die vielen Wechsel hinter dem Mic) schlussendlich von Jackie K. eingesungen wurde. Jackie war jener Baustein, der dem Gerüst von AP fehlte, um diesem Stabilität zu verleihen.

Seit nunmehr 7 Jahren fester Bestandteil der Band, konnten die Songs für Testimony an ihrer Stimme orientiert geschrieben werden, was sich auf der aktuellen Scheibe auch durchaus bemerkbar macht. Einfühlsamer melodischer Metal gefühlvoll gesungen wechselt mit straightem Power Metal unterstützt durch die Growls von Tobi Buß, der größtenteils auch für das Songwriting verantwortlich zeichnet und außerdem einer der beiden Gitarristen der Band ist.

Uns liegt hier ein ausgereiftes Album ohne irgendwelche musikalischen Ausfälle vor, so dass wir ohne mit der Wimper zu zucken von den besten Ancient Prophecy aller Zeiten schreiben und Euch diese Scheibe unbedingt ans Herz, äh Ohr legen können.

KB